Basiswissen Elektromobilität

Die Geschichte der Elektromobilität

Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch: In den ersten drei Quartalen 2020 überstieg der kumulierte Marktanteil von Elektro- und Hybridfahrzeugen bei den Neuzulassungen erstmals die Marke von 10 %. Die Steckdosen-Fahrzeug haben ihr Schattendasein längst abgelegt und sind mittlerweile fester Bestandteil der Schweizer Autolandschaft.

Allerdings sind Elektroautos kein neues Phänomen. Bereits im 19. Jahrhunderts wagten Erfinder erste Fahrversuche, bevor die Elektromobilität um das Jahr 1900 ihre erste Blütezeit erlebte. Zu dieser Zeit waren in den USA 40 % Dampfwagen, 38 % Elektrowagen und 22 % Benzinwagen unterwegs. Mit dem Aufkommen der Massenproduktion und der zunehmenden Verfügbarkeit von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor nahm die Bedeutung alternativer Antriebe jedoch rapide ab – bis die Ölkrise in den 1990er-Jahren den Elektroantrieb zurück ins kollektive Bewusstsein führte. Endgültig im Rampenlicht steht die E-Mobilität seit dem Erfolg des US-Amerikanischen Pioniers Tesla im vergangenen Jahrzehnt.

Geschichte der Elektromobilität Zeitstrahl
Die Geschichte der E-Mobilität im Überblick
Quelle: Fabian Kallen, SPIE ICS E-Mobility

Die Funktionsweise von Elektroantrieben

Auf den ersten Blick lassen sich Elektroautos und solche mit konventionellem Antrieb kaum unterscheiden. Betrachtet man jedoch den Motor der beiden Konzepte, sind kaum Gemeinsamkeiten festzustellen.

Elektromotoren wandeln elektrische Energie in Bewegung um. Hierbei fungiert die Batterie als Energiespeicher und -lieferant, der Elektromotor als Antriebselement. Vor der Fahrt wird die Batterie mit Strom aufgeladen, während dem Fahren fliesst die Energie der Batterie zum Elektromotor, die dort erzeugte Bewegung wird über ein einstufiges Getriebe an die Räder weitergegeben. Durch die reibungsarme Arbeitsweise von Elektromotoren besitzen E-Autos einen Wirkungsgrad von bis zu 90 %. Das heisst, dass der grösste Teil der zugeführten Energie auch tatsächlich für das Fahren genutzt wird. Durch den Verzicht auf fossile Brennstoffe fährt ein Fahrzeug mit Elektroantrieb lokal ohne CO2-Emissionen.

Die genaue Funktionsweise von Hybrid, Plug-In-Hybrid, Elektroantrieb und Brennstoffzelle erklären wir auf der Seite «Elektrische Antriebsarten».

Die Vor- und Nachteile eines Elektroautos

Es gibt zahlreiche Gründe, die für die Anschaffung eines Elektroautos sprechen. eGarage erklärt die Vor- und Nachteile des elektrischen Antriebs:

Vorteile

Die Vor- und Nachteile eines Elektroautos

Es gibt zahlreiche Gründe, die für die Anschaffung eines Elektroautos sprechen. eGarage erklärt die Vor- und Nachteile des elektrischen Antriebs:

Vorteile

  • Umweltfreundliche Mobilität
    Wird ein E-Auto mit dem umweltfreundlichen Schweizer Strom-Mix betrieben, hat es in Sachen CO2-Ausstoss schon nach rund 50’000 Kilometern die Nase vorne. Zudem verursacht der Elektromotor kaum Geräuschemissionen, was Anwohner viel befahrener Strassen freut.
  • Günstiger Unterhalt
    Elektroautos sind pflegeleicht. Das Fehlen von Verbrennungsmotor und Betriebsstoffen spart Zeit und Geld. Erste Hersteller haben die festen Serviceintervalle bereits abgeschafft.
  • Rasante technische Entwicklung
    Viele Autohersteller konzentrieren sich aktuell stark auf die Entwicklung und Produktion von E-Fahrzeugen. Dadurch steigt die Anzahl verfügbarer Modelle rasant. Ausserdem wird die Technologie stetig weiterentwickelt, was sich wiederum in tieferen Anschaffungs- und Betriebskosten niederschlägt. Auch die Batterien werden laufend verbessert, bereits heute sind Reichweiten zwischen 400 und 600 Kilometern Realität.
  • Wachsendes Netz öffentlicher Ladestationen
    Bereits heute gibt es in der Schweiz ein Netz von über 4’000 öffentlichen Ladestationen – Tendenz klar steigend.
  • E-Autos = Fahrspass
    Wer einmal ein Elektroauto gefahren ist, kann bestätigen: Stromer machen Spass! Dank der unmittelbar verfügbaren Leistung beschleunigen Elektroautos zügig und lassen den Fahrer das Drehmoment kräftig spüren.

Nachteile

  • Höhere Anschaffungskosten als beim Verbrenner
    Ja, aber… rechnet man den günstigeren Unterhalt mit ein, sind auch teurere Elektromodelle nach 10’000 bis 30’000 Kilometern kostengünstiger als ein vergleichbaren Auto mit Benzin- oder Dieselantrieb. Vergleichen Sie jetzt Kraftstoffkosten mit den Stromkosten unter Berücksichtigung Ihrer Kilometerleistung mit dem eGarage-Stromkostenrechner.
  • Geringere Reichweite
    Tatsächlich kommen E-Autos noch nicht an die Spitzenwerte moderner Dieselfahrzeuge heran, diese schaffen bis zu 1’000 Kilometer mit einer Tankfüllung. Aktuelle E-Autos fahren zwischen 400 und 600 Kilometer pro Ladung – das reicht schon ein paar Tage, oder?
  • Lange Ladezeit
    Der oft gemachte Vergleich mit dem klassischen Tanken bestätigt: Das Aufladen des E-Autos dauert länger. Allerdings erfolgt das Aufladen immer dann, wenn das Auto nicht gebraucht wird – zum Beispiel in der Nacht zuhause oder während der Arbeitszeit.