Einfach erklärt: Elektroantrieb, Vollhybrid und Plug-in-Hybrid

Reine Benzin- und Dieselantriebe geraten zunehmend unter Druck und werden durch Elektro- und Hybridantriebe ersetzt. Etwa jeder fünfte Personenwagen, der in der Schweiz neu zugelassen wird, verfügt über einen alternativen Antrieb. Was aber sind die Unterschiede zwischen den Konzepten? eGarage erklärt die Funktionsweisen von Elektroauto, Vollhybrid und Plug-in-Hybrid.

Beim Kauf eines neuen Autos fällt die Wahl von Herr und Frau Schweizer immer öfter auf alternative Antriebe. Am weitesten verbreitet sind dabei Elektro- und Hybridfahrzeuge. Bei beiden setzen Hersteller auf unterschiedliche Konzepte – wir erklären Ihnen die wichtigsten Antriebe und ihre Merkmale.

Elektroantrieb

Reine Elektroautos wie beispielsweise der Renault Zoé oder Nissan Leaf werden ausschliesslich mit elektrischer Energie angetrieben. Sie verfügen über leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien, welche über das herkömmliche Stromnetz sowie das Brems-Rückgewinnungssystem (Rekuperation) aufgeladen werden. Der Motor verbraucht keine fossilen Brennstoffe wie Benzin oder Diesel, sondern wandelt elektrische Energie aus der Batterie in mechanische Energie um.

Verschiedene Elektroautos, darunter der beliebte BMW i3, verfügen über einen «Range Extender». Wörtlich übersetzt bedeutet dies «Reichweiten-Verlängerer», was den Nagel auf den Kopf trifft. Dieser kleine Benzin-Generator wird bei niedrigem Akkuladestand aktiviert und lädt die Batterie während dem Fahrbetrieb auf. Durch den sogenannten «REX» gewinnen Elektroautos bis zu 150 zusätzliche Kilometer an Reichweite.

Vollhybrid-Fahrzeuge

Als Hybrid bezeichnet man die Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor. Die beiden Antriebe teilen sich die Arbeit intelligent auf, was sowohl eine grosse Reichweite als auch einen niedrigen Kraftstoffverbrauch ermöglicht. Der Verbrennungsmotor kommt auf längeren Distanzen zum Einsatz, während Kurzstrecken rein elektrisch zurückgelegt werden. Die Batterie wird mit Rekuperation und überschüssiger Energie des Verbrennungsmotors aufgeladen, kann zum Laden aber nicht ans Stromnetz angeschlossen werden.

Bekanntestes Beispiel seiner Art ist der Toyota Prius, das erste Grossserienmodell mit Hybridantrieb.

Plug-in-Hybrid

Auch Plug-in-Hybride vereinen die Vorteile von konventionellen und elektrischen Antrieben und verfügen sowohl über einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor. Im Gegensatz zu Vollhybrid-Fahrzeugen lässt sich die Batterie von Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen aber auch über das Stromnetz aufladen. Der Name ist hier also Programm.